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Wir haben eine Wahl

In den Situationen in meinem Leben, in denen ich diesen Hinweis wohl am besten brauchen könnte, liebe ich ihn am wenigsten. Mir fallen dann viele Gründe ein, warum ich an meiner aktuellen Situation nichts ändern kann – wirklich, auch wenn ich es intensiv will.. Und da nützen mir meine rationalen Gegenargumente recht wenig, dann geht es einfach wirklich nicht!!

Seht ihr? Schon passiert.

Wann

Ich setze an dieser Zeile nun schon zum wiederholten Male an, weil ich gar nicht zusammenfassen kann, welche Situationen, Phasen oder Entscheidungen das in meinem persönlichen Leben betrifft. Denn es betrifft jeden einzelnen Moment und meine dazugehörige Einstellung dazu.

Ob das nun die Entscheidung ist, ob ich den Bus an der Haltestelle noch erreichen kann, wenn ich sofort losstarte – und ja, ich habe ihn unglaublicherweise noch erwischt!- oder ob es Entscheidungen sind, die weiter in die Zukunft reichen wie Partner, Familie, Beruf, Ernährung, etc. Laut Ernst Pöppel (wir kennen ihn alle) treffen wir ca. 20 000 Entscheidungen pro Tag, das sind durchschnittlich 1250 Gedanken pro Stunde, die wir wach sind. Viele davon natürlich unterbewusst, aber auch das braucht unsere Energie.

Gut für uns!

Eigentlich ist es ein Geschenk, so oft an jedem einzelnen Tag die Möglichkeit bekommt, zu wählen. Und wählen können wir immer, davon bin ich überzeugt – im mindesten Fall unsere Einstellung zu der Situation. Das kann wirklich herausfordernd sein!

Wir können also täglich üben, uns für einen Weg zu entscheiden, wichtig ist nur, es auch zu TUN. Sonst ergeht es uns wie der Person aus der Geschichte (leider weiß ich nicht mehr woher ich sie habe), die vor einem Berg an einer Weggabelung steht und sich nicht entscheiden kann, ob nun rechts oder links. Sie bleibt also sitzen, beobachtet Menschen, wie sie sich für ihre Wege entscheiden und nach vielen vielen Jahren stellt sich heraus, dass beide Wege hinter dem Berg wieder zusammenführen.

Konkret

Ich halte es nun für sinnvoll, einen Perspektivenwechsel zu vollziehen. Heraus aus dem energiezehrenden, aufgebenden Modus und hin zu der Frage: Was will ich? Was sind meine Ziele? Was will ich haben bzw. ändern? Ehrlich hinschauen und dann einmal selbst gespannt sein, was da an die Oberfläche kommt. Oft fällt mir zu diesen Fragen nämlich erst einmal gar nichts ein. Angenommen, ich möchte etwas an meiner Ernährungsweise verbunden mit sportlicher Aktivität verändern – angenommen. Dann schaue ich mir nach vielen Jahren, Jahrzehnten einmal an, was ich denn will. Nämlich ehrlich!

Ich will mich gut fühlen, ich will Energie haben, ich will meinem Körper etwas Gutes bieten. Ich will mit Freude in Bewegung sein und Lust haben, frisch zu kochen. Ich will mit Genuss am Abend meine Kurkuma-Milch (jap!) trinken und an einem anderen Abend Gummizeug und Popcorn knabbern. Und das erzeugt dann eine Macht (von „machen“) in mir, die mich antreibt, meinen Überzeugungen und meinem Bauchgefühl zu folgen – MEINEM Bauchgefühl. Und das wird mich in gesunder Balance halten. Meine erste Idee zu dieser Frage war ganz klar: abnehmen, dünn sein, Modelmaße eben. Aber was steckt hinter „abnehmen“? Anerkannt zu werden? Das beglückende Leben des Palmers-Models am Strand leben? Meine Probleme nicht mehr sichtbar vor mir hertragen? Weniger Angriffsfläche für abwertende Gedanken anderer über mich bieten?

Alles legitim, aber für mich nicht der Kern meiner Motivation, die mich nun länger und ausdauernder begleiten soll. Ich richte meinen Fokus also auf das, was ich WILL. Siehe oben 😉


Aus meinem Repertoire

🧡 Ich entscheide mich noch vor dem Aufstehen in der Früh dazu, diesen Tag mutig zu genießen.

💛 Ich wähle Gedanken, die sich für MICH gut anfühlen.

💚 Ich wähle bewusst.

💙 Ich liebe mich :)

💜 Ich stehe jeden Tag vor meiner Familie auf, also konkret um 5.30 Uhr, um zu meditieren und ausgeglichen in den Tag zu starten (ehrlich gesagt würde ich das gerne, ich stelle mir noch heute den Wecker!)


Conclusio

Wir haben immer eine Wahl, und das ist doch gut so. Es ist vielleicht beängstigend, sich oft im Leben für einen Weg zu entscheiden, aber wirklich bedenklich wäre es doch, wenn wir es tatsächlich nicht könnten. Selbstwirksamkeit motiviert.





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