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  • ehrlichgesagt

Wintersonnwende

Ihr Lieben da draußen! Heute ist Wintersonnwende und somit der kürzeste Tag des Jahres. Ab morgen gibt es also wieder mehr Sonne für alle! 😊

Ich habe in den letzten Tagen und Wochen mal intensiver mal weniger nach einem Thema für diesen Blog gesucht und bin zu keinem eindeutigen Ergebnis für mich gekommen. Das ist der Grund, warum ich diesen Beitrag jetzt einfach beginne und euch teilhaben lasse an meinen Gedanken.


Was bedeutet eigentlich der Begriff Verantwortung? Und bin ich wirklich nicht verantwortlich für die Gefühle anderer?

Durch viele Erlebnisse und Beobachtungen ist mir auch wieder klar geworden, wie groß mein Anteil an meinem eigenen Leben ist. Wie viel ich in meinem Leben lenken kann, alleine schon dadurch, wie ich meine Gedanken gestalte. …und immer wieder taucht mein inneres Kind auf, das noch so viel Heilungsbedarf hat – und mich daran erinnert, dass ich mittlerweile erwachsen bin. ER-WACHSEN. Ich kann selbst für mich einstehen und trage die volle Verantwortung für mein Leben. Und da merke ich, dass dieser Blog schön langsam doch ein übergeordnetes Thema bekommt:



Ver-ANTWORT-ung

Ich meine hier die Verantwortung, die im Duden auch umschrieben wird als „für etwas Geschehenes einstehen“.

Und ich merke gerade, wie groß und wichtig dieses Thema ist. Wir alle tragen Verantwortung-unfreiwillig. Allen voran uns selbst gegenüber. UNS SELBST. Das liest sich leicht, aber kommt es auch so an? Wir selber sind in unserem Leben die wichtigste Person, sonst wäre es ja nicht unser Leben! Bei uns selbst wurzelt all das, was von uns ausgeht, was wir ausstrahlen und was wir bewirken. Und das tun wir ständig, auch wenn wir uns da lieber raushalten würden oder nicht mitmachen wollen. Wir alle sind Teil des ganzen und somit beeinflusst bereits jeder Gedanke das große Ganze – ich sage nur „Reissack“, und ich glaube, dass es wirklich so ist. Denn so unscheinbar kann ich als Mensch gar nicht sein, dass ich mit meinem Da-Sein niemanden berühre. Am besten noch auf positive Art und Weise. Und selbst, wenn ich mich zurückziehe, bewirkt das in anderen Menschen etwas. Wenn ich die Verantwortung für MICH selbst nicht übernehmen will, vielleicht auch nicht gut genug auf mich schaue, kann ich nun einmal nicht in Fülle für andere da sein. Mich selbst hinten anzustellen ist also in keinem Szenario zielführend. Ich habe folge dessen zeitgleich mit der Verantwortung mir gegenüber auch die Verantwortung anderen Menschen gegenüber. Und das im schönsten Sinne, weil es primär darum geht, mich mit Liebe, Zeit und Wertschätzung zu nähren, um das dann weitergeben zu können.




Verantwortung als Bedrohung?

Langsam klingt das für mich wie eine schwere Last, die man sich mit der Verantwortung aufbürdet, aber ich sehe das bereits nach einem geschulten, detektivischen Blick als absoluten Weg in meine innere Freiheit ;) Ich darf Entscheidungen treffen, ich darf mich mit lieben Menschen umgeben, ich darf meinen Willen und meine Bedürfnisse berücksichtigen und WILL somit das allerbeste für mich selbst – und ja! ich will, dass die Selbstliebe wahrgenommen wird, weil das so selbstverständlich sein sollte wie eine Semmel beim Wiener Frühstück.

Verantwortung gibt uns die Freiheit zu leben und unsere eigenen Antworten auf das zu geben, was uns begegnet. Wie großartig ist bitte dieses Geschenk, dass es alleine uns selbst vorbehalten ist, wie wir mit diesen Erlebnissen umgehen wollen.

Komfort? Nein danke!

Mit unserer vielzitierten Komfortzone hat das ganze hier leider schon lange nichts mehr zu tun, da muss ich auch mich selbst manchmal noch enttäuschen. Es erfordert im Gegensatz sehr viel Flexibilität, Hingabe und Selbstreflexion. Eine Aussage beschäftigt mich deshalb schon länger:

Ich bin nicht verantwortlich für die Gefühle anderer.

Und ich glaube, mir ist in diesem Moment – nach ausgiebigem Austausch in „meiner“ Frauengruppe auf WhatsApp – eine mögliche Antwort gekommen. Und ja, ich bin süchtig nach Antworten 😉


Mein erster Impuls bei der Aussage, nicht für die Gefühle anderer verantwortlich zu sein, war ein sehr tadelnder: Wie kann ich nur so egoistisch sein? Ur anmaßend und rücksichtslos? Die armen „anderen“? …usw.

Nun bin ich zu dem Schluss gekommen, dass sie zur Gänze stimmt und von jedem*r gelebt werden sollte (privat wissenschaftlich verifiziert). Wenn ich davon ausgehe, dass nur ich alleine die Verantwortung für mein Leben habe (Kinder und pflegebedürftige Personen jetzt einmal ausgenommen), kann ich diese Aufgabe für andere ja gar nicht übernehmen. Ich kann ihnen ja nicht abnehmen, wie sie auf meine Handlungen und Aussagen reagieren sollen/dürfen. Die Verantwortung im zu Beginn erwähnten Sinne des „Einstehens“ für die Folgen meiner Handlung habe ich also natürlich schon, die freie Wahl zu reagieren – verantworten – behalte ich lieber für mich. Oder würdest du deine Freiheit, mit einem Erlebnis umzugehen, in fremde Hände abgeben wollen?



Zusammengefasst

Die Definition von der Verantwortung ist gerade sehr unbefriedigend für mich bzw. die Aussage, ich sei für die Gefühle anderer nicht verantwortlich. Natürlich bin ich direkt nicht verantwortlich für die Gefühle, die bei der betroffene Person zum Vorschein kommen und wie sie damit umgeht, aber ich bin sehr wohl dafür verantwortlich, was von mir weggeht und was ich ausstrahle. Heißt nicht, dass ich es unterlassen muss, um andere zu schonen, aber die Verantwortung dafür trage ich. Insofern bestätigt sich der Satz also schon:

Ich bin nicht verantwortlich für die Gefühle anderer. Und wir gehen alle davon aus, einander nichts Böses zu wollen, das sei noch als Grundlage zu meinen Gedanken gesagt.


Ich bin wirklich gespannt, ob ihr da mit mir übereinstimmt, ob ich etwas Wichtiges vergessen habe oder ob ihr vielleicht ganz anders darüber denkt und wertvolle Erfahrungen dazu habt. Schreibt gerne einen Kommentar – die Anmeldung dafür erfordert nur einen selbstgewählten Namen, keine Verpflichtungen 😉


In den kommenden Blogbeiträgen (mind. noch einer im Dezember) geht es um die Rauhnächte, das Innere Kind und mentale Skills, um sich das Leben ganz einfach leichter zu machen.


Schön, dass es so ist, wie es ist!


Alles Liebe 💚