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Mein erster Blog, es geht endlich los!

Zumindest war es so geplant, bis meine Website durch einen unbedachten Mouse-Klick einfach früher als geplant und teilweise noch unfertig online ging.

Ich freue mich sehr und fühle mich fast episch, während ich dabei bin, diese Zeilen zu verfassen. Eigentlich meine ich "epic" im Sinne der sogenannten Jugendsprache - passt aber beides, wie ich finde.


Mehr als das...

Um was geht es im Leben? Simple Frage.

Um was geht es mir im Leben? Anspruchsvolle, sehr anspruchsvolle Frage. Anspruchsvoll bagatellisiert das Ausmaß dieser Frage, die ich mir eigentlich gar nicht so freiwillig gestellt habe - sie ist irgendwann unbemerkt aufgetaucht und buhlt nun immer wieder um meine Aufmerksamkeit.

Ich hab sie als nicht unsympathisch kennengelernt und viel Zeit mit ihr verbracht: hinterfragt, analysiert, reflektiert, kritisiert, vielleicht auch verletzt und verletzen lassen.





Was hat´s mir unterm Strich bis jetzt gebracht?

Sehr viel Kopfzerbrechen und ich bin mir sicher, ich war kurz vor einem Magengeschwür, aber es war mehr als das..

Meine bedeutendste Erkenntnis für mich war, dass ich - trotz meines Verlangens danach - keine Lösung finden werde, vermutlich mein ganzes Leben lang. Klingt logisch? Ist es auch, ich habe es aber lange nicht verinnerlicht und mir selbst geglaubt (ich bin auch immer wieder versucht, von einer alles-klärenden Antwort irgendwo da draußen auszugehen).

Spätestens jetzt denkt sich wahrscheinlich der eine oder die andere hier: "Die Frage nach dem Sinn des Lebens haben sich schon Philosophen vor hunderten von Jahren gestellt, warum solltest du da jetzt eine Antwort finden?"


Vielleicht macht ja genau das den Unterschied: ich frage nun nicht nach "dem Sinn des Lebens", nicht einmal nach dem Sinn meines Lebens (ehrlich gesagt habe ich eine lange Zeit natürlich genau das gemacht). Ich möchte mir lediglich klar werden, worum es mir im Leben geht und womit ich mir möglichst viele schöne und zauberhafte Momente schaffen kann - mit etwas Glück bekommt der ein oder andere Mensch in unserer Umwelt etwas davon ab :-)

Plötzlich klingt die Frage gar nicht mehr kompliziert, wenn man sie abseits der gesellschaftlichen Ansprüche nach Kommerz und Ertrag, Vermarktung und Gewinn betrachtet.


Um zu einem Ende zu finden...

Ich bin davon überzeugt, dass es letztlich um dieses pure Gefühl der Lebensfreude und der Lust am Leben geht, egal wodurch ich dazu komme. Klingt wieder klar und logisch, die Umsetzung vernachlässige ich persönlich vielleicht aber aus dem Grund, dass ich mit meinen Gedanken schon zu sehr bei den nächsten Jahren bin und meinem Lebenskalkül: "Kann ich damit Geld verdienen? Bringt mich das im Beruf weiter? Ist das ein Ernährungsstil für mein restliches Leben? Zahlt sich das überhaupt aus, damit anzufangen? Ist das nicht unnötig? Alle anderen kommen auch ohne dies und jenes aus?"


Konkret

Ich für mich entscheide mich gerade (tatsächlich jetzt beim klärenden Schreiben dieser Zeilen) dazu, mehr von den Kleinigkeiten zu würdigen, die mich glücklich machen, faszinieren und in mancher Augen so herrlich sinnlos erscheinen mögen:

Mit den neuen Aquarellfarben (ehrlich gesagt Malkasten, jedenfalls neu) einfach mal drauf los malen, die Lampenfassung im Klo mit Gänseblümchen verschönern und ein Kiwi-Eis selber machen (es schmeckt übrigens nicht, aber das Machen hat Euphorie in mir ausgelöst).

Mit Maler-Krepp einen Parkplatz für den Lauf-lern-Wagen auf den Wohnzimmerboden kleben, liebevoll gewählte Bilder als Wecker-Name am Handy wählen und einfach einmal Blumen für mich selbst pflücken.


Wenn es euch jetzt unter den Nägeln brennt, schickt mir gerne hier eine persönliche Nachricht mit euren Gedanken und Ideen und mehr als das..












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